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„Im Grunde nur spazieren gegangen“

Am Donnerstag verwandelten Studierende des Ottilie-Schoenewald-Weiterbildungskollegs die Mensa in einen Ort der Kultur und Begegnung, als sie vor dem gut gefüllten Saal eine Lesung ihrer eigenen Texte durchführten. Im Rahmen des Literaturunterrichts hatten sie sich mit Schulkollegen, die erst kurz in Deutschland leben, zusammengetan und die Begegnung literarisch verarbeitet. Texte über diese Begegnung, Texte, die geflüchteten Kollegen eine Stimme geben, und Texte, die sich mit der eigenen Einstellung zu dieser neuen Bevölkerungsgruppe befassen, wurden vorgetragen. Durchgehend war die Erkenntnis, dass es sich gar nicht um eine Bevölkerungsgruppe handelt, sondern um Individuen, und dass es sich lohnt sie kennen zu lernen.Mensa

Ehemalige Zeitsoldaten, die ausdrücklich vor „diesen Menschen“ in den Krisenregionen gewarnt worden waren und nun eines Besseren belehrt werden, kamen ebenso zu Wort wie junge Menschen, die „eigentlich keinen großen Unterschied“ zwischen sich und den zugereisten Kollegen erkennen können.

Wie ein roter Faden zog sich der Respekt vor dem, was die Gesprächspartner erlebt haben und erleben durch die Lesung. „Natürlich hatten wir zunächst Sorge, jemandem zu nahe zu treten“, berichtete eine Studierende. So haben sie teilweise mit ihren Gesprächspartnern gemeinsam nach Fragen gesucht, die auch beantwortbar wären. Aber dann war es in den meisten Fällen viel einfacher als gedacht, wie eine Kollegiatin schreibt: „Im Grunde bin ich ja nur mit zwei netten Menschen aus meiner Schule spazieren gegangen, nicht mehr und nicht weniger.“ 

Die Offenheit, Freundlichkeit und die Freude an dem Erlebnis der Begegnung war der ganzen Veranstaltung anzumerken – eine gelungene Begegnung sehr verschiedener Menschen.

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Internationale LehrerfortbildungenStadtrundgang Helsinki
Auch im Schuljahr 2016/17 nehmen LehrerInnen des OSW im Rahmen des Programms Erasmus+ an Fortbildungen im Ausland teil. Neben der Vermittlung von neuen Kenntnissen und dem Kennenlernen von Land und Leuten, spielt dabei auch immer die Kontaktpflege mit KollegInnen anderer europäischer Schulen eine große Rolle. Die Inhalte und Ideen werden im Anschluss an die Auslandsaufenthalte in internen Fortbildungen und Infoveranstaltungen mit dem restlichen Kollegium geteilt. Im August besuchten Frau Finke und Frau Jahnke den Kurs „Reaching, teaching and keeping learners. Methods and approaches to reach and increase retention of at risk learners“ in Reykjavik/Island. Als Vertreterinnen der Schulentwicklungsgruppe nahmen Frau Hein und Schulleiterin Frau Muthig-Beilmann im September an der Fortbildung „Best Practices Benchmarking“ in Helsinki/Finnland und Tallinn/Estland teil. Im November fand in Hamrun/Malta der Kurs „eLearning made Fun: Quizzes and Games“ statt, in der Frau Jahnke und Herr Mannchen neue Anregungen für den Einsatz von Spielen im eLearning erhielten.
Für weitere Fragen zu den internationalen Lehrerfortbildungen wenden Sie sich bitte an Frau Hein oder an Frau Jahnke.

Präsentation IslandGruppenfoto Malta

Am 09.11.2016 ab 19:30 findet eine Lesung Lesung Hoppe 2017der Autorin Felicitas Hoppe mit anschließendem Gespräch im Hörsaal des Ottilie-Schoenewald WbK statt. Die Veranstaltung wird über die Literarische Gesellschaft Bochum, die Deutsche Gesellschaft für Osteuropakunde (DGO) und dem Seminar für Slavistik /Lotman-Institut der RUB organisiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Delf 2016

Studierende des Ottilie-Schoenewald- Weiterbildungskollegs erhalten von Schulleiterin Frau Muthig-Beilmann ihre DELF-Zeugnisse. Die 14 Studierenden aus verschiedenen Studiengängen ( Kolleg, Abendgymnasium , NVKS) haben in 4 Niveaustufen des Europäischen Referenzrahmens ( A1-A2-B1-B2) ihre Prüfung erfolgreich abgelegt.
Das beste Ergebnis erzielte Ambar Martinez Gomez ( AG40) ( 3. von rechts) mit 96 Punkten von 100.

Bei einer DELF-Prüfung handelt es sich ein staatliches Sprachdiplom, das vom französischen Erziehungsministerium vergeben wird und in der ganzen Welt anerkannt ist.
Die nächste Prüfung findet im Januar 2017 statt. Bei Interesse melden Sie sich bei Monique Lütgens, DELF-Beauftragte an unserer Schule (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Am 08.09. war das Blutspendemobil des DRK bei uns zu Gast. Insgesamt 49 Studierende und Lehrende haben Blut gespendet und/ oder sich für die Knochenmarkspendedatei registrieren lassen- und dies trotz zum Teil extremer Hitze! Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis.

Blutspende

 

 

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Am Freitag, dem 23. September 2016, haben wir unseren dritten Spendenlauf unter dem Motto "OTTI LÄUFT für die Gesundheit" durchgeführt. 

Bei herrlichem Wetter zeigten Lehrer und Studierende vollen Einsatz in jeglicher Hinsicht. Das Buffet, die Moderation, der Getränkeverkauf und vor allem der Lauf haben die Veranstaltung zu einem tollen Ereignis gemacht. Vielen Dank an alle Beteiligten! 

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Der internationale Weltflüchtlingstag am 20.6. wurde auch bei Ottilie mit verschiedenen Aktionen begangen. Das Programm mit Glücksrad-Tombola, Musik, Infoständen, Waffel- und Kuchenverkauf, Präsentationen, sowie einer Speedtalking-Aktion fand bei der Schülerschaft großen Anklang.
Wie beim Speeddating trafen hier Studierende in 2-minütigen Gesprächen aufeinander und wechselten dann zum nächsten Partner, damit dem der Austausch über ausgewürfelte Themen wie Essen, Musik, Glück, Heimat, Mode etc. weitergehen konnte. Im Vordergrund der Aktion standen sowohl das gegenseitige Kennenlernen, als auch der sprachliche und kulturelle Austausch.
Sämtliche Erlöse aus Verkauf und Tombola gingen erneut an die Medizinische Flüchtlingshilfe.

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Auf Reisen- im Gepäck meine ganz eigene WeltIMG 20160608 WA0004Kunstprojekt 2016
In unserer Schule kann man derzeit „Flying Objects“ und unsere „Portable City“ bewundern. Diese entstanden in den letzten beiden Semestern im Rahmen der Kunst-Ag, geleitet von der Kunstpädagogin Verena Kuhlmann. Orientiert haben wir uns dabei an der chinesischen Künstlerin Yin Xiuzhen. Die Künstlerin ist viel auf Reisen, und der Meinung, dass die Koffer, die die Menschen bei sich tragen, gewissermaßen ein zu Hause repräsentieren. Yin schuf daraufhin die Portable Citys. Das sind geöffnete Koffer, mit aus getragenen Textilien gebauten Miniaturstädten, sehr filigran und auffallend bunt. Aus manchen Koffern hört man Musik und Großstadtgeräusche. Ihre Kunst wirkt sehr lebendig und verspielt. So hat sie zum Beispiel auch aus Karton Waffen gebaut, und mit bunten, flauschigen Stoffen überzogen. Waffen zum kuscheln, gewissermaßen. Ihre Kunstwerke sind sehr faszinierend, und immer etwas ironisch. Sie greift sehr ernste Themen mit sehr viel Humor auf. So verwendet sie bei ihrer Kunst ausschließlich getragene Kleidung. Wir griffen das Thema der Kofferkunst mit Begeisterung auf. Wir beschlossen, uns nicht auf eine Stadt festzulegen. Stattdessen wählte jeder Teilnehmer ein Gebäude aus seiner Heimatstadt, oder auch ein Gebäude, das ihn besonders fasziniert. So finden wir in unserem Koffer neben dem Förderturm auch St. Blasius aus dem Schwarzwald, oder das Festspielhaus aus Sydney. Wir versuchten durch kreative Unbefangenheit etwas Verrücktes und ganz eigenes zu erschaffen. Dabei ging es weniger um das „Endprodukt“ an sich, vielmehr ging es um den Entstehungsprozess. Das Nähen hat schon etwas Meditatives. Dabei verwendeten wir ausschließlich getragene Stoffe. Dieser Koffer spiegelt somit die Reise der Schüler des Weiterbildungskollegs wieder- wo sie herkommen, und vielleicht hingehen. Das entspricht ganz unserem Zeitgeist. Das Reisen ist längst etwas Alltägliches geworden- und der Koffer spiegelt dabei unsere Identität. Zum Abschluss unseres Kunstprojekts wird es noch einen Ausflug in das Gasometer nach Bochum geben. Im kommenden Semester können sich die Schüler des Weiterbildungskollegs auf ein weiteres spannendes Projekt mit Verena Kuhlmann freuen.
Caren Merz, K5

Fotoausstellung 2016 HBB

P1040513Am 19.01.16 wurde im Ottilie-Schoenewald-Weiterbildungskolleg eine Ausstellung mit Comics von Soufeina Hamed (zweite von links) eröffnet. Die 24- jährige Künstlerin zeichnet Comics, die zu mehr Toleranz aufrufen sollen. Ihre täglichen Erfahrungen als gläubige Muslimin und Kopftuchträgerin verarbeitet sie in Zeichnungen, die mit intelligentem Humor und Charme zeigen, welchen Vorurteilen wir in unserer Gesellschaft aufsitzen.